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Die Sinfonie des Schreibens

Der Ton macht die Idee: Warum die richtige Musik zum Schreiben unsere Kreativität in Schwingung versetzt.

Musik, das klingt wie Muse. Und in der Tat übt die Musik Einfluss auf unsere Inspiration, unsere Ideen und Kreativität aus. Geht es nach der Forschung, verliert dieses Phänomen jede Mystizität. Denn es gilt als nachgewiesen, dass Musik unseren Hormonhaushalt verändern und dadurch Stimmungsvariationen wie in einem Stück von Vivaldi wachrufen kann. Die richtige Stimmung ist auch beim Schreiben wichtig. Doch die eigene und die Stimmung der Protagonist*innen passen nicht immer zusammen. Über Liebeskummer schreiben fällt schwer, wenn man selbst gerade einem Gefühlshoch ausgesetzt ist, gegen das Romeo und Julia apathisch wirken. Gleichsam schwierig kann es sein, Spannung aufzubauen, wenn im Innersten Stille herrscht und man sich fühlt, als hätte jemand die Leitung zu den eigenen Emotionen gekappt. In Fällen wie diesen kann Musik die Seele des*der Schriftstellers*Schriftstellerin wieder in die richtige Schwingung versetzen. Doch es gibt noch mehr Gründe, die für musikalische Untermalung beim Schreiben sprechen. Genau diese Gründe haben wir vom novum Verlag für Sie aufgespürt. Am Ende des Beitrags wartet außerdem unsere novum Verlag Spotify Playlist mit Musik zum Schreiben auf Sie.

Hört, hört: Gute Gründe für Musik zum Schreiben

Erinnerungen

Schreiben ist ein sich ständiges Erinnern: Wie hat noch gleich die Schneerose am Wegesrand ausgesehen? Welche Farbe hatte das Wasser im Pool? Wonach hat die Luft gerochen, nachdem der Regen sie reingewaschen hatte? Musik kann unsere Erinnerungen wieder wachrufen, die Bilder in unserem Bewusstsein aktualisieren. Zwar ist wissenschaftlich nicht belegt, dass Musik Erinnerungen zuverlässiger weckt als Bilder. Sehr wohl sind unsere Erinnerungen aber, wenn sie mit Musik assoziiert sind, stärker an Emotionen geknüpft. Und was wir fühlen, daran erinnern wir uns auch. Haben wir zum Beispiel bei unserem ersten Kuss ein bestimmtes Lied gehört, so wird der emotionale Inhalt dieses Moments mit genau diesem Lied in unserem Gedächtnis gespeichert. Hören wir dieses Lied wieder, fühlen wir uns unmittelbar wieder in den Moment zurückversetzt. Woran wir uns erinnern, ist zunächst ein Gefühl. Doch es ist dieses Gefühl, dass die Spur legt zu unserer bildlichen Erinnerung und uns erlaubt, sie in Tiefenschärfe abzupausen.

Emotionen

Wenn wir Musik hören, ist unser halbes Gehirn aktiv. Laut neurologischen Befunden schütten wir je nach Musikrichtung Unmengen von Glücks-, Bindungs- oder Stresshormonen aus, sobald wir ein Lied hören. Mit der richtigen Musik kann man sich als Autor*in also durchaus in die richtige Stimmung versetzen. Adrenalin, Serotonin, Dopamin oder Oxytocin stehen in unseren Playlists praktisch auf Abruf bereit. Welche Töne welche Emotionen wecken, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Schließlich und endlich gibt es durchaus Menschen, die Heavy Metal Songs und Vocals, die vor allem schreiend vorgetragen werden, als entspannende Berieselung empfinden. Sollten Sie nicht sicher sein, welche Musik die richtigen Emotionen bei Ihnen weckt, dann greifen Sie doch auf Filmmusik zurück. Komponisten von Weltrang wie Ennio Morricone, John Williams oder Hans Zimmer treffen immer den richtigen Ton.

Konzentration

Kennen Sie den „Mozart-Effekt“? Inzwischen gilt es als belegt, dass klassische Musik unsere Gehirnaktivität und damit unsere Konzentrations- und Merkfähigkeit verbessert. Schon 20 Minuten von Mozarts „Violinkonzert Nr. 3“ spornen unser Hirn zu Höchstleistungen an. Künstler*innen sollten laut Studien übrigens mehr auf das Musiktempo als aufs –genre achten. Die Verhaltensforscherin Dr. Emma Gray empfiehlt Songs mit einer Geschwindigkeit von 145 Beats pro Minute, um kreative Vorgänge auszulösen. Laut der Forscherin bieten sich moderne Interpret*innen wie Miley Cyrus oder Katy Perry perfekt für die Zeit vor oder die Pausen während dem Schreiben an. Den Schaffensprozess selbst sollte man mit Songs zwischen 80 und 145 Beats pro Minute unterlegen, um die Fantasie zu fördern.  Die richtige Frequenz versetzt das Gehirn übrigens in den sogenannten Alphazustand, der geistige Klarheit und Konzentration verspricht.

Musik zum Schreiben: die novum Verlag Playlist für kreatives Schreiben

Ganz gleich, ob sie sich vor oder in einem Schaffensprozess befinden, die Gründe für musikalische Umrahmung sprechen für sich. Eine stimmige Komposition zum Schreiben haben wir in der novum Verlag Spotify Playlist Kreatives Schreiben für Sie angelegt. Hören Sie hier rein und vielleicht versetzen Sie bald auch Ihr Schreiben in den Repeat Mode.   


Falls Sie lieber Podcasts statt Playlists lauschen, haben wir hier empfehlenswerte Podcasts für Autor*innen zusammengefasst.

Welche Erfahrungen mit Musik beim Schreiben haben Sie gemacht? Empfinden Sie Musik beim Schreiben eher als irritierend oder können Sie sogar Musiktitel empfehlen, die den schöpferischen Prozess in Schwingung versetzen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf,

Ihr novum Verlag

1 Kommentar

  1. Hartmut Vitense

    15. Mai 2022 at 20:24

    Klingt alles ganz gut! Was aber, wenn, wie bei mir, sich Poesie und Musik die Hand reichen? Auf diese Weise entstanden in vielen Jahrzehnten etliche Lieder, von denen sich die meisten abseits der mainstreambezogenen industriell gefertigten Titel, die weltweit einseitig im Charakter die Hirne vernebeln und Lokalkolorit, Tradition und oftmals auch Kreativität vermissen lassen, befinden. Meine Bestätigung finde ich mittlerweile in meiner Generation. Bin 76, also auf dem Abseitsgleis. Dennoch, dank YouTube -hartmut Vitense- fährt mein Zug noch auf einigen Nebenstrecken.

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