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Schluss mit Zettelwirtschaft! Diese sechs Schreibprogramme zur Organisation von Notizen bringen Ordnung in Ihr kreatives Chaos!

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Mit dem Ende des Sommers kehrt die Betriebsamkeit wieder in den Schreibstuben ein. Im Idealfall war der Sommer nicht nur voll mit Sonnentagen, sondern auch voller Ideen. Doch Ideen wollen festgehalten werden, denn in der Erinnerung verblassen sie mindestens so schnell wie ein Sommertag. Diktiergeräte, Notizbücher oder Haftnotizen, die Dylan Thomas im analogen Zeitalter zur Kunst stilisierte – der Dichter trug seine Gedichte in seinen Hosentaschen mit sich herum – zählen zwar zur Grundausstattung von Schriftsteller*innen, doch sind sie nicht immer zur Hand, wenn man sie braucht. Darüber hinaus stiften sie mehr Verwirrung als Sinn, wenn man sie ohne System für sich nutzt. Ein unübersichtlicher Haufen Haftnotizen gleicht eher dem berühmten „Erinnermich“ von Neville Longbottom – die magische Glaskugel des Harry Potter Protagonisten erinnert ihren Besitzer zwar daran, dass man etwas vergessen hat, verheimlicht aber, was es war. Wie Sie Ihre besten Ideen nicht nur speichern, sondern auch noch sortieren, schlichten und organisieren können, zeigen Ihnen diese sechs Schreibprogramme zur Organisation von Notizen.

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Sechs Schreibprogramme zur Organisation von Notizen

Evernote

Mit etwa 8 Milliarden Notizen von 225 Millionen Menschen weltweit ist Evernote wohl eine der bekanntesten, wenn nicht die bekannteste Anwendung für Mindmapping schlechthin. Tatsächlich bezeichnet der Gründer und Erfinder von Evernote, Stepan Pachikov, die App als erweitertes Gehirn. Denn Evernote arbeitet basierend auf den drei Grundprinzipien des menschlichen Gehirns: Es speichert Vergangenes, verlegt Querverbindungen und vernetzt sie zu neuen Ideen. Verfügbar für alle gängigen Betriebssysteme sowie als App bedient sich Evernote dabei folgender Optionen: Nicht nur können mehrere Notizbücher angelegt werden – die Paperblanks Sammlung in der Handtasche hat also ausgedient – sondern Sie können auch noch direkt mit Bildern, Audiodateien oder Links und Lesezeichen verknüpft werden. Das hat den Vorteil, dass nicht nur Texte, sondern auch inspirierende Bilder oder Videos, die zu neuen Denkmustern verhelfen, gespeichert werden können. Darüber hinaus ist die Aufnahmefunktion von unschätzbarem Wert: Wer Hände und Augen gerade auf andere Ziele gerichtet hat, kann den geistigen Höhepunkt auch in einem Audiofile verewigen – und später daran weiterarbeiten. Probieren Sie es aus! Die Basisversion von Evernote ist kostenlos.

https://www.evernote.com

Google Keep

Das kostenlose Google Tool ist ein annehmlicher Kompromiss, will man monatliche Mehrkosten vermeiden. Auch hier kann das Smartphone nach Belieben mit einer kompakten App ausgestattet werden. Google Keep schlichtet und sortiert Gedanken zu wohlproportionierten Notizen, die je nach Bedarf und Priorität mit Farben oder Erinnerungsfunktion versehen werden können. Außerdem wartet Google Keep mit einer Funktion für Sprachnotizen auf, die sogar zu einem Transkript umgeschrieben werden kann. Praktische und innovative Gadgets für Autor*innen finden Sie übrigens auch in diesem Beitrag.

https://www.google.de/keep

OneNote

Nostalgiker, die der Handschrift noch nicht gänzlich abgeschworen haben, sollten auf Microsoft OneNote setzen. Das Gratisprogramm ist Mitglied der Microsoft Office Familie und garantiert Konnektivität mit allen Office-Tools. Auch mit OneNote können Video-, Bild- und Audiofiles problemlos gespeichert und geteilt werden. Eine besondere Funktion des Programms ist aber Freihand in Text. Spontane Eingebungen können mittels Finger, Maus oder Tabletstift in Handschrift verfasst und anschließend in Computerschrift konvertiert werden. Das erlaubt auch nachträgliches Bearbeiten oder Drucken von mit der Hand geschriebenen Texten.

https://www.onenote.com

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Nimbus Note

Nimbus Note ist ein ideales Instrument für die Inspirationssuche vor dem Schreiben. Mit der sogenannten Web-Clipper-Funktion können nicht nur Websites, sondern auch einzelne Websitebereiche wie zum Beispiel Bilder, Textelemente oder Videos gespeichert werden. Darüber hinaus können auch To-Do-Listen erstellt werden, mit deren Hilfe die Erstrecherche schnell zum Erstentwurf wird.

https://www.nimbusweb.me

Simplenote

Bei Simplenote ist der Name Programm. Der Fokus der Anwendung liegt klar auf Textnotizen. Auf Technikfirlefanz wird zugunsten einer einfachen, kompakten Formel verzichtet. Das Design ist minimalistisch, die Oberfläche sowohl der App als auch der Webversion selbsterklärend und verständlich. Das kostenlose Programm bietet außerdem ein für Autor*innen unverzichtbares Werkzeug: Bei Simplenote können Notizen nicht überschrieben werden. Der sogenannte Version Slider agiert wie eine Zeitmaschine und stellt auch ältere Versionen der Originalnotiz wieder her. Eine Idee, auf die vor allem Autor*innen mit Hang zur übereifrigen Überarbeitung sicher schon lange gewartet haben. 

https://www.simplenote.com

Workflowy

Workflowy bedeutet maximale Effektivität mit minimalem Einsatz. Einfache Konzepte, wie etwa der Infinite List Maker, der die Verästelungen der Nervenzellen in Bullet Points verpackt, hilft, auch spontanste Eingebungen zu sortieren. Die Struktur des Programms ist simpel, doch genau das macht sie auch so effektiv. Darüber hinaus können Gedankenbäume online mit Schreibmentor*innen oder –motivator*innen geteilt werden. In Workflowy wurde übrigens schon ein Bestseller geschrieben: Autor Nick Bolton soll seinen New York Times Bestseller „Twitter: Eine wahre Geschichte von Geld, Macht, Freundschaft und Verrat“ mit dem Programm verfasst haben.

https://www.workflowy.com

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Noch mehr Praxistipps für Autor*innen finden Sie in unserem erfolgreichen Schreibratgeber „Fakt und Fiktion“, den Sie hier bestellen können.

Mit welchen Schreib- und Korrekturprogrammen haben Sie schon wertvolle Erfahrungen gemacht? Hinterlassen Sie uns Ihre Geheimtipps in den Kommentaren und helfen Sie uns, unsere Liste über Schreibprogramme zur Organisation von Notizen noch zu erweitern.  

Lassen Sie Ihrer Tastatur freien Lauf,

Ihr novum Verlag 

1 Kommentar

  1. Ich bin ja eigentlich auch so ein „Zettelmensch“ – meine ersten Geschichten (als Kind wohlgemerkt) habe ich auf einzelne Seiten geschrieben und wann immer ich etwas einfügen wollte, habe ich Klebezettel an die Stellen geklebt oder kleine Notizzettel an den Seiten zum Ausfalten angeheftet.

    Von den hier gelisteten Programmen verwende ich eigentlich nur OneNote (schon seit dem Studium), aber nur am PC. Sonst auch sehr gerne Adobe InDesign – damit habe ich auch jetzt mein erstes Buch gestaltet, das ich schon bei euch beim Novum Verlag eingereicht habe 🙂

    Die anderen Apps muss ich mir auch einmal ansehen, klingen gut und wäre auch hilfreich, wenn man seine Notizen auch mobil gut verwenden kann – hat nicht J.K. Rowling Harry Potter auch in der Bahn geschrieben? Und Peter Jackson seine Notizen zum Dreh von Herr der Ringe inspiriert durch die schöne Landschaft auf dem Weg durch Neuseeland? Vielleicht sollte ich auch mehr Bahn fahren und Notizen schreiben 😛 Danke jedenfalls für die nützliche Sammlung!

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